Der Weg zum IFR (Teil 1)

Drei Jahre ist es her, als die Post einen Brief vom RP Darmstadt zugestellt hat. Meine PPL ist angekommen. Die Erfahrung seitdem: Nachflugberechtigung, 110h PiC und Landungen auf 50 verschiedene Flugplätzen. Auf der anderen Seite wurden sicherlich 10 bis 20 geplante Ausflüge abgesagt, weil das Wetter nicht so wollte, wie wir es geplant hatten.

Nach längerem Grübeln und IFR-Miflügen bei Vereinskollegen habe ich mich doch dazu entschieden, die CBIR-Berechtigung zu machen.

Vor der Anmeldung musste ich mir schon die erste Frage beantworten. Was für eine Ausbildung ist sinnvoll? Da gibt es aktuell – in Deutschland – drei Stufen. Das einfache Basic IR (BIR), das neue Competency Based IR (CBIR) oder gleich das vollständige IR. Der Unterschied ist hauptsächlich in der Länge und Umfang der Ausbildung, teilweise auch in deren Gültigkeit. Sehr grob zusammengefasst ist das BIR ausschließlich in EASA-Ländern gültig und hat höhere Minima bei Sichtweite, Entscheidungshöhe und Wolkenuntergrenze, als die anderen beiden. Wer also ausschließlich in Europa, mit 1500m Sichtweite und +200ft Aufschlag auf die Entschiedungshöhe klar kommt, dem ist mit einem BIR bereits geholfen. Möchte man jedoch auch außerhalb EASA fliegen – ist Großbritanien jetzt nun auch ausserhalb, oder zählen die noch irgendwie dazu? – oder sich nicht nicht mit Mathe beschäftigen will um die veröffentlichten Minima für sich anpassen zu müssen, dem sei dann wohl mindestens der CB-IR empfohlen

Auf jeden Fall brauche ich ein AZF und da sind die Regeln in Deutschland speziell. Solange also die Entscheidung reift, habe ich mir schon einmal einen Termin bei der Bundesnetzagentur eingeholt. einen Termin in 2 Monaten gefunden und direkt angemeldet. Die AZF-Prüfung besteht aus 2 Teilen. Der erste Teil ist eine Frage-Prüfung mit ein paar Antworten. Da die Prüfungsfragen online als PDF zur Verfügung stehen ist das das geringere Übel. Der Zweite Teil ist ein Funkszenario ähnlich zum BZF, nur muss man hier einmal für eine vorgegebenen Flug ein Flugplan-Formular auf Papier korrekt ausfüllen und dann den Flug simuliert abfunken. Da ich mich hier doch etwas unwohl gefühlt habe, habe ich ins Sparschwein gegriffen und zwei Übungswochenenden Vorbereitungskurs gebucht.

<to be continued>

Veröffentlicht in Fly 'n learn.